Lernen Sie die Gemeinde Schleching kennen

DAS NATURPARADIES IN DEN CHIEMGAUER ALPEN

Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 305 durch Marquartstein vom nördlichen Ortseingang (Höhe Norma) bis zur Einmündung der B307 am Wuhrbichl startet am 25. Mai. Zuständig für den Straßenbau ist das Staatliche Bauamt Traunstein im Auftrage des Bundes als Straßenbaulastträger. Planung und Bauleitung haben wir in die Hände der Schönenberg Ingenieure Projekt GmbH aus München gelegt, mit der Bauausführung ist die Firma Strabag AG aus Traunstein betraut.

Diese Baumaßnahme mit Baukosten von rund 5,4 Millionen Euro ist für unseren Ort eine große Chance, die trennende Wirkung der Bundesstraße mit täglich rund 11.000 Fahrzeugen für unser Ortszentrum deutlich zu reduzieren! Uns ist bewusst, dass die Zeit der Sanierung für alle Bürgerinnen und Bürger in Marquartstein und den umliegenden Gemeinden eine große Belastung darstellt. Doch dürfen wir Ihnen versichern: Alle Beteiligten tun ihr Bestes, um die Einschränkungen wärhend der Bauphase so gering wie möglich zu halten.

Abschnitt 1 – Von der Abzweigung der B307 im Süden bis zur Kreuzung Lanzinger/Schlechinger Straße:

FERTIGGESTELLT.

Abschnitt 2 – Von der Kreuzung Lanzinger/Schlechinger Straße bis zur Buchhandlung Mengedoht:

FERTIGGESTELLT

Abschnitt 3 – Von der Buchhandlung Mengedoht bis zum Gewerbegebiet:

FERTIGGESTELLT

Die Bundesstraße B305 ist wieder für den Verkehr freigegeben, einzelne Restarbeiten sowie die Bepflanzung stehen noch aus. Informationen dazu finden Sie auf der Startseite unserer Website.

Bei der Planung zur Sanierung unserer Ortsdurchfahrt mussten wir als Gemeinde unsere Vorstellungen mit denen des Staatlichen Bauamtes als Straßenbaulastträger, den Verkehrs- und Sicherheitsbehörden sowie der Regionalverkehr Oberbayern Gmbh in Einklang bringen.

Verkehr verlangsamen, Überquerung vereinfachen

Mittelstreifen unterstützen die Fahrbahnquerung und entschleunigen den Verkehr, wie hier in Osterhofen an der B8
Übergreifendes Ziel bei der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt der B305 ist, den Verkehr zu verlangsamen und Fußgängern und Radfahrern mehr Gewicht gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr zu verleihen, um die Überquerung zu vereinfachen und so die trennende Wirkung der Bundesstraße durch unseren Ort zu reduzieren.

Fahrbahnverengung zur Entschleunigung des Verkehrs

Ein probates Mittel zur Geschwindigkeitsreduzierung ist die Verengung der Fahrbahnbreite. Die Fahrstreifen werden verschmälert, und zwar auf 3,75 m je Streifen. Im Zentrum erfolgt die Verengung vorrangig durch die Integration von Mittelstreifen, ansonsten durch Verbreiterung der Geh- und Radwege.

Integration von Mittelstreifen zur Unterstützung der Straßenquerung

Im unmittelbaren Zentrumsbereich werden zukünftig gepflasterte Mittelstreifen die Fahrbahn aufteilen, diese sollen eine optische Verbindung zwischen den Ortsbereichen links und rechts der Bundesstraße herstellen. Gleichzeitig sollen sie die fußläufige Anbindung des neuen Ortszentrums, welches derzeit am sogenannten „Schrobenhauser Areal“ geplant wird, deutlich verbessern. Die Mittelstreifen werden zudem bewirken, dass für den Fahrzeuglenker die asphaltierte Fahrbahn schmäler erscheint und das höhere Geschwindigkeitsempfinden zu langsameren Fahren führt. Darüber hinaus stellen die Streifen eine großflächige Unterstützung bei der Überquerung außerhalb der gesicherten Ampelübergänge dar. Mit solchen Streifen als städtebauliche Elemente haben andere Gemeinden, z.B. Osterhofen an der B8, bereits sehr positive Erfahrungen gemacht.

Zusätzliche Verkehrsinseln und Ampeln für eine sicherere Straßenquerung

Zusätzliche Fußgängerampel

Um insbesondere für unsere Schüler eine weitere gesicherte Überquerungsmöglichkeit zu schaffen, ist zwischen der Bushaltestelle und der Einmündung der Loitshauser Straße eine weitere, parallel geschaltete Fußgängerampel vorgesehen. Dies begünstigt auch den einbiegenden Verkehr aus der Loitshauser Straße.

Zusätzliche Verkehrsinseln

Am südlichen Ortsrand sowie an der Kreuzung Schlechinger/Lanzinger Straße sorgen zusätzliche Verkehrsinseln für mehr Sicherheit bei der Sraßenquerung. Die bestehende Verkehrsinsel am nördlichen Ortsrand wird verbreitert.

Im Zuge der Sanierung unserer Ortsdurchfahrt werden wir Erneuerungen an der Infrastruktur vorziehen, die in den nächsten Jahren ohnehin auf unsere Gemeinde zugekommen wären, um ein erneutes Öffnen des Straßenbelages und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden. Gleichzeitig möchten wir mit der entsprechenden Infrastruktur unsere Gemeinde zukunftsfähig machen.

Vorausschauende Erneuerungen

Unsere kompletten Trinkwasserleitungen im Sanierungsbereich werden neu verlegt, da die bestehenden zwischen 40 und 80 Jahre alt und entsprechend anfällig sind. Auch die Straßenbeleuchtung wird auf den neuesten Stand gebracht.

Standortsicherung durch schnelles Internet

Ungeachtet der Verpflichtungen durch das Telekommunikationsgesetz ist der weitere Ausbau von Breitbandnetzen in unserer Gemeinde ein bedeutender Standortfaktor. Schnelles Internet ist eine der Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit ländlicher Regionen. Im Zuge der Straßenbaumaßnahme werden daher sogenannte „Speedpipe-Leerrohre“ verlegt. Diese Rohre können dann für die Installation von Glasfasern bis zum Kundenanschluss (Fiber to the Premises (FTTP) bzw. Fiber to the Home (FTTH)) genutzt werden. Ziel ist es, den Marquartsteiner Bürgern und Unternehmen langfristig schnelles und zuverlässiges Internet unabhängig von Mobilfunk zu ermöglichen.

Fernwärmeleitungen zur Querung der B305

Gleich mit in die Ausschreibung der Baumaßnahme aufgenommen werden auch die Tiefbauarbeiten für die ersten Fernwärmeleitungen zum Aufbau des Wärmeversorgungsnetzes, die im Bereich der Bundesstraße und der Straßenbegleitflächen liegen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau.

All diese vorausschauenden Maßnahmen geben uns aber keine Sicherheit, dass aufgrund eines Problems bei den vielen in der Straße und den Gehwegen verlegten Sparten nicht doch irgendwann ein Öffnen der Straße notwendig wird. Wir hoffen jedoch, dass dies nach Abschluss der Baumaßnahme nicht so schnell passieren wird.

Planung und Bauleitung

Die Schönenberg Ingenieure Projekt GmbH aus München hat im Herbst 2020 die Planungsarbeiten für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt der B305 übernommen.

Vorausgegangen war eine notwendig gewordene EU-weite Ausschreibung der weiteren Planung (mehr zum Hintergrundsteht im Zeitplan).  Das Büro Schönenberg hat sich in dem vorab genau festgelegten Bewerbungs- und Angebotsverfahren gegen seine Mitbewerber durchgesetzt. Darunter auch das anfangs beauftragte Planungsbüro aus Traunstein.

Das Büro Schönenberg hat die bereits vorhandenen Planungen übernommen und im Detail vervollständigt, die Leistungsverzeichnisse für die ebenfalls – vom Gesetzgeber geforderte – EU-weite Ausschreibung der Bauleistungen ausgearbeitet usw.

Die Schönenberg Ingenieure gibt es seit 1977, sie zählen derzeit 22 Mitarbeiter. Das Büro hat umfangreiche Erfahrungen in der Verwirklichung von innerstädtischen Straßenprojekten, außerdem  mit Neubau- und Umbaumaßnahmen des Hauptstraßennetzes.

Das Projektteam aus mehreren erfahrenen Mitarbeitern wird geleitet von Diplom-Ingenieur (Univ.) Florian Miller und Diplom-Ingenieur (Univ.) Sascha Janke, der auch federführend die Bauüberwachung übernehmen wird.