… zum Neubau von Schule und Kindergarten
Liebe Marquartsteinerinnen,
liebe Marquartsteiner,
draußen ist es schon recht frisch geworden – ich möchte Sie herzlich nach drinnen einladen, zu einer Ausstellung, die sich mit einem zukunftsweisenden Thema unserer Gemeinde beschäftigen:
Die Ausstellung zum Realisierungswettbewerb „Neubau Grundschule, Kindertagesstätte und Mehrzwecksaal und Gestaltung der öffentlichen Freiräume auf dem ehemaligen Bahngelände in Marquartstein“ können Sie vom 15. bis zum 18. Oktober im Prinzregenten-Saal besuchen.
Kurz bevor diese Zeilen in Druck gingen, stand ein sehr spannender und wichtiger Termin an: Die Preisgerichtssitzung des Wettbewerbs für den Neubau von Kindergarten und Grundschule – in der letzten Ausgabe der Gemeindezeitung hatte ich das bereits angedeutet.
Die Gemeinde Marquartstein hatte nach zahlreichen Bewerbungen um die Teilnahme am Wettbewerb und einem umfangreichen Auswahlverfahren, bei dem auch das Los entscheiden musste, fünfzehn Büros mit der Bearbeitung der Planungsaufgabe betraut. Gegenstand war die Gebäude- und Freianlagenplanung für den Neubau einer einzügigen Grundschule, einer Kindertagesstätte und eines Mehrzwecksaales auf dem ehemaligen Bahngelände nördlich des Rathauses, außerdem die Gestaltung der öffentlichen Freiräume, welche die oben genannten Anlagen umgeben.
Die Jury bestand aus insgesamt neun stimmberechtigten Mitgliedern sowie weiteren Teilnehmern mit beratender Funktion. Neben fünf Fachpreisrichtern, also Architekten und Landschaftsplanern, waren auch drei Gemeinderäte und ich in die Entscheidungsfindung eingebunden. Beratend standen uns weitere zwei Gemeinderatsmitglieder, die Kreisbaumeisterin, eine Vertreterin der Städtebauförderung in der Regierung von Oberbayern und unsere langjährige städtebauliche Beraterin zur Seite.
Kriterien für die Bewertung der Planungsvorschläge waren insbesondere:
- die Qualität der städtebaulichen Struktur und Gestalt, Einbindung in die Umgebung
- Qualität, Gestalt und Funktionalität der Bebauung
- Qualität, Gestalt und Funktionalität der Grün- und Freiräume
- Funktionalität der inneren und äußeren Erschließung
- Wirtschaftlichkeit (in Bau und Unterhalt)
- Nachhaltigkeit
Es war sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Teilnehmer an die Aufgabe herangegangen sind. Unterschiede ergaben sich insbesondere bei der Setzung des Mehrzwecksaales auf dem Gelände und der damit verbundenen Wirkung auf das Rathaus und die entstehenden Platzsituationen. Die meist verbundenen Baukörper von Grundschule und Kindergarten wurden von fast allen Teilnehmern in den nördlicheren Teil des Geländes platziert, jedoch in Anordnung und Kubatur mit sehr unterschiedlichen Ansätzen gelöst.
Für die Bewertung der Qualität spielten Raumkanten, Sichtbeziehungen und die Einfügung gegenüber den benachbarten Gebäuden, der Grünachse mit dem Geh- und Radweg und die verbleibenden Grünflächen eine wichtige Rolle.
Wichtig war insbesondere den Gemeinderäten auch die Wirtschaftlichkeit der Bebauungsvorschläge hinsichtlich Baukosten und zukünftigem Gebäudeunterhalt, die durch Bauvolumen, Bauweise und Komplexität der Baukörper stark beeinflusst wird.
Nach gut zehn Stunden Beratung im Alten Bad in Unterwössen konnte die Jury die drei Preisträger und zwei Anerkennungen festlegen. Dabei waren sich die Fachleute und auch die Gemeindevertreter überraschend einig.
Die Ergebnisse wollen wir Ihnen am Donnerstag, 15.10. um 18 Uhr im Prinzregentensaal vorstellen. Wir würden uns über großes Interesse an diesem Generationenprojekt sehr freuen und lade Sie deshalb ganz herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bürgermeister
Andreas Scheck

























