… zu wichtigen Bau-Themen

Liebe Marquartsteinerinnen,
liebe Marquartsteiner,

heute möchte ich Ihnen gerne wieder einige Informationen unterschiedlichster Art zukommen lassen, die sich jedoch alle unter dem Stichwort „Bauen“ zusammenfassen lassen:

Veranstaltung zum Thema „Vielfalt Wohnen“
Für Freitag, 9. Oktober möchte ich Sie ab 13.30 Uhr bis 18 Uhr herzlich einladen zu einem abwechslungsreichen Nachmittag rund um neue und gemeinschaftliche Wohnformen.
Die Veranstaltung „Vielfalt Wohnen – ein Plädoyer für mehr Gemeinschaft“ findet im Alten Bad in Unterwössen statt und wird vom Quartiersmanage-ment aus Reit im Winkl, Marquartstein und Unterwössen organisiert. Sie widmet sich aktuellen Fragen: Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Wie können Wohnformen entstehen, die Gemeinschaft fördern, unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen und gleichzeitig lebenswert und bezahlbar bleiben?
Ab 14 Uhr erwarten Sie interessante Fachvorträge und praktische Einblicke. Architekt Benjamin Nejedly spricht unter dem Titel „Positive Dichte – Wohnen aber vielfältig und lebenswert“ über zeitgemäße Wohnkonzepte. Anschließend berichtet Johannes Frischholz, Architekt und selbst Mitglied einer Baugemeinschaft, unter dem Motto „Zusammen bauen, zusammen leben“ aus der Praxis. Informationen zu den Unterstützungsmöglich-keiten der Wohnraumförderung gibt Dagmar Alsbach von der Regierung von Oberbayern.
Neben den Vorträgen bleibt bei der „bewegten Pause“ mit einer Ausstellung und verschiedenen Infoständen ausreichend Gelegenheit, sich zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Ideen kennenzulernen.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stehen nicht nur neue Wohnideen, sondern vor allem die Frage, wie Wohnen und Gemeinschaft künftig miteinander verbunden werden können. Gibt es noch Chancen, sich Wohneigentum zu schaffen? Welche Möglichkeiten kann die Gemeinde Marquartstein für die Realisierung solcher Projekte anbieten?
Kommen Sie vorbei und gehen Sie mit uns dieser Frage auf den Grund, der Eintritt ist selbstverständlich frei!

Glasfaserausbau durch die Avacomm
Der Glasfaserausbau durch die Avacomm Systems GmbH im Achental schreitet voran und hat inzwischen auch Marquartstein erreicht. In den vergangenen Monaten ist an der Pettendorfer Straße unweit des Edeka-Markts ein Point of Presence (kurz PoP), also ein Hauptverteiler entstanden. Hier kommen die Hauptstränge (bezeichnet als „Backbone“) aus Richtung Norden in unserem Dorf an.

Bis ungefähr Mitte Oktober werden – um größtmöglichen Ausfallschutz zu gewährleisten – zwei Hauptstränge verlegt. Einerseits entlang des Kieswegs von der Enzianstraße zum Parkplatz am Rathaus, welcher dann auch aufgebaggert werden muss. Andererseits über die Pettendorfer Straße; hier ist nicht mit Einschränkungen zu rechnen, da in der Pettendorfer Straße im Zuge des Fernwärmeausbaus bereits Glasfaser-Leerrohre verlegt wurden. Vom PoP aus erfolgt die Unterverteilung zu sogenannten Glasfaser-Netzverteilern (NVt). Diese bilden die Schnittstelle zwischen dem Hauptstrang und dem Zugangsnetz und übernehmen die strukturierte Verteilung der optischen Signale. Bei den NVt handelt es sich um kleinere, graue Verteilerkästen, von denen es in jedem Ausbaugebiet mehrere gibt, da von ihnen die Leitungen zu den einzelnen Hausanschlüssen abgehen.
Für Marquartstein liegt das erste Ausbaugebiet im Wesentlichen entlang der Pettendorfer Straße zwischen Kindergarten und Spielplatz. Der genaue Zeitplan liegt uns noch nicht vor, der Ausbau soll jedoch sehr zeitnah erfolgen. Die einzelnen Haushalte werden direkt von der Avacomm kontaktiert.
Im Übrigen bietet die Avacomm seit letzter Woche eine regelmäßige Sprechstunde für Achental-Bürger. Sie findet jeden Mittwoch von 14–17 Uhr in Übersee statt (Im Entenfeld 12). Nach vorheriger Terminbuchung über https://www.avacomm.com/avacomm-glasfaser-im-achental/ erhalten Sie persönliche Beratung zum aktuellen Ausbaustatus, zu Ihrem Anschluss und den passenden Tarifen.

Vergabe von Grundstücken „Am Sportplatz“
Für die Vergabe von vier Grundstücken im Mischgebiet „Am Sportplatz“ hat der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause eine Konzeptvergabe beschlossen.
Bei einer Konzeptvergabe entscheidet nicht allein der angebotene Kaufpreis über den Zuschlag. Der Gemeinderat hat zwar einen Mindestpreis festgelegt, genauso wichtig ist jedoch die Qualität des geplanten Vorhabens.
So läuft die Konzeptvergabe ab:
Vorgaben: Die Gemeinde hat die Anforderungen an die Bebauung und Nutzung der Grundstücke definiert. Die Ausschreibung wird demnächst veröffentlicht.
Konzept einreichen: Interessierte Bewerber stellen ihr Vorhaben vor. Dazu gehören beispielsweise Angaben zur geplanten Wohn- und Gewerbenutzung sowie erste Entwürfe oder Skizzen.
Bewertung: Die eingereichten Konzepte werden anhand der festgelegten Kriterien geprüft und verglichen.
Vergabe: Den Zuschlag erhält das Konzept, das die Ziele und Anforderungen der Gemeinde am besten erfüllt.
Mit diesem Verfahren möchten wir erreichen, dass „Am Sportplatz“ attraktive und zukunftsfähige Bauprojekte verwirklicht werden, die sich gut in den Ort einfügen und einen Mehrwert für unsere Gemeinde schaffen.
Weitere Informationen dazu folgen, die vollständigen Kriterien finden Sie dann auf unserer Website.

Sicherung von Grundstücken in der Ortsmitte
Wie bereits im Januar angekündigt, führte für unsere Gemeinde kein Weg am Ankauf der ehemaligen Schrobenhauser-Grundstücke im Ortszentrum vor-bei. Dieser Kauf ist nun vollzogen und wir haben damit die einmalige Chance für die Gestaltung einer neuen, attraktiven Ortsmitte für Marquartstein gewahrt. Notwendig geworden war der Schritt, nachdem der zwischenzeitliche Eigentümer, die Lebensraum Tiroler Achen GmbH und Co. KG, das Projekt zur Entwicklung unseres Ortszentrum angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen im Bausektor ad acta legen musste.

Neubau von Kindergarten und Grundschule
Ein wichtiger Meilenstein für den Neubau von Kindergarten und Grundschule mit Mehrzwecksaal auf dem Gelände nördlich des Rathauses steht bevor: Mitte Oktober findet die Preisgerichtssitzung statt. Hier stellen die 15 ausgelosten Büros ihre Entwürfe vor. Die Planungsaufgabe für die Entwürfe wurde, wie bereits berichtet, von der Landherr und Wehrhahn Architektenpartnerschaft mbB aus München in Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Verwaltung ausgearbeitet. Ich werde Sie an dieser Stelle über den weiteren Verlauf informieren. Geplant ist in jedem Fall, dass auch Sie die Möglichkeit haben, die Entwürfe im Rahmen einer Ausstellung in Augenschein zu nehmen.
Unser Ziel ist nach wie vor, mit Beginn des Schuljahres 2029/30 den neuen Kindergarten und die Grundschule zu beziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bürgermeister

Andreas Scheck